Samstag, August 09, 2008
Donnerstag, Juli 10, 2008
Peinlich
Gestern Abend zog ich mir meine verschmodderten Schuhe gleich schon im Hausflur aus, um die Wohnung nicht zu verschmutzen. So weit alles logisch. Warum ich mir gedankenverloren auch gleich noch die Hose auszog, kann ich nur erahnen. Ich nehme aber an, dass die Spülhilfe des Brauhauses, die mich in Shorts im Treppenhaus überraschte, eine ganz eigene Erklärung für mein nackigmachen hatte.
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Samstag, Juli 05, 2008
Oben
Nachdem ich nach der letzten Müslizubereitung aus versehen die Milch wieder falsch rum in den Kühlschrank stellte, – warum auch immer – hat meine Holde die Reißleine gezogen.
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Donnerstag, Juli 03, 2008
Netbook
So, hab mir jetzt auch so`n Winzding, einen Medion akoya mini E1210, gekauft. Jetzt besorg ich mir noch noch ganz dünne, ganz spiddelige Finger und es kann los gehen.

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Gedöns
Sonntag, Juni 29, 2008
Montag, Juni 23, 2008
Finanzmärkte
Schau schau. Den Finanzmärkten droht der nächste Gau. Gegenseitig versichern sich die Geldhäuser wackelige Kredite. Credit Default Swaps, heißen die Derivate, die derzeit das Papier nicht wert zu sein scheinen, auf die sie gedruckt wurden. Irgendwie erinnert mich alles an früher.
"Ich schwör! Ich geb dir das Geld wieder, sobald ich das nächste mal Taschengeld kriege."
"Alles klar. Sicherheitshalber versicher ich das aber bei meinem Bruder, der zahlt, für den Fall das deine Mutter wieder bockig wird. Obwohl mein Bruder auch kein Geld hat. Also zumindest so lange nicht, bis sein Nachbar seine Schulden bei ihm bezahlt hat. Aber das macht nix. Denn wenn der nicht zahlt, muss ich zahlen. Denn ich habe seinen Kredit versichert. Dann gleich ich seinen Ausfall aus und er gibt mir das Geld gleich wieder zurück."
Jetzt stelle man sich mal vor, dass die versicherte Summe aller CDS Derivate 35.000 Milliarden Dollar beträgt und die Eigentümer der CDS nahezu ausschließlich die Top Ten der großen Banken sind und die nächste Rezession schon aus den Startlöchern gespurtet ist. Hui.
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Sonntag, Juni 22, 2008
Dienstag, Juni 17, 2008
Traurig aber wahr
Samstagnachmittag am bumsvollen Friesenplatz. Vier sächselnde Touristen erfragen sich den Weg zum Labsalausschank. Blöderweise geraten sie an einen völlig weggedröhnten alt 68er mit Panama-Hut, Trenchcoat und zwei fliederfarbig gewandeten Damen an seiner Seite. Auf die Frage, ob Kölner denn wirklich immer gut gelaunt sind, schnappen sich die drei Zugedröhnten einen der unschuldigen Ostdeutschen und beginnen um die Ampel Ringelreihen zu tanzen. Und als ob das nicht schon peinlich genug wäre, stimmt eine der bunten Grazien doch tatsächlich das Stimmungslied „Wir sind die Moorsoldaten“ an. Und als ob das nicht schon peinlich genug wäre, geraten die Behämmerten nun echt in Extase. Aus dem Tanzen wird euphorisches Gehopse. Der arme Sachse hüpft mit. Aus Angst, wahrscheinlich. Kann aber auch sein, dass die drei Frohnaturen über einen unfassbaren Klammergrif verfügen. So Menschenketten härten ja ab. Auch Jahrzehnte später noch. Egal. Der arme Westdeutschland-Besucher darf aber immerhin einen Erfolg auf seiner Habenseite verbuchen: Seine Desensibilisierung ist nun abgeschlossen.
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